Gefördert durch

„Orientexpress “Dialog zwischen den Kulturen

Sind die bisherigen Integrationsbemühungen in Deutschland total gescheitert und der Traum der multikulturellen Gesellschaft ausgeträumt oder hat sich die überwiegende Mehrheit der Einwanderer und auch der Muslime in Deutschland gut integriert?
Dies sind nur einige Fragen in der aktuellen Debatte um das Verhältnis und den Umgang vor allem mit unseren muslimischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen. Das Projekt „Orientexpress“ will hierzu einen Beitrag leisten. Unter dem Motto „miteinander, nicht übereinander reden“ entwickelt das Projekt Angebote, die sich am Bedarf der jeweiligen Sozialräume orientiert. Grundlage der Bedarfsermittlung sind jahrelange Erfahrungen in Stadtteilen mit hohem Anteil an MigrantInnen.

1. Projekt- und Dialogtage an Schulen

Neben Informationsveranstaltungen für LehrerInnen zu Themen wie z.B. Islam versus Islamismus, kulturelle und religiöse Wertesysteme, sollen in Unterrichtseinheiten bis hin zu Projektwochen zu Themen wie z.B. ethnische und religiöse Unterschiede und Gemeinsamkeiten, oder gegenseitige Vorurteile gearbeitet werden.

2. Mobile Information und Beratung

Auch wenn MigrantInnen in Deutschland über Sateliten-TV-Sender, Internet und importierte Zeitungen ein vielfältiges Informationsangebot in der Herkunftssprache zur Verfügung steht, liefern diese Medien, da nicht speziell für ein in Deutschland lebendes Publikum produziert, wenig oder kaum Informationen über das Leben von MigrantInnen in Deutschland. Deshalb sollen über ein mobiles Beratungsangebot Informationsmöglichkeiten zu Themen wie z.B. was sollte man wissen um sich in Deutschland zurechtzufinden, wo gibt es Informationen zu Sprachkursen, zum Aufenthaltsrecht etc., geschaffen werden.

3. Veranstaltungsreihen zum Dialog der Kulturen

In Gesprächskreisen, Diskussionsveranstaltungen oder „Palaverrunden“, wird über ethnische und religiöse Unterschiede aber auch über Gemeinsamkeiten gesprochen, diskutiert oder gestritten. Die Veranstaltungen sollen Raum für eine respektvolle Auseinandersetzung öffnen. Darüber hinaus sollen kulturelle Veranstaltungen und gemeinsamen Feste dazu beitragen, die Akzeptanz der unterschiedlichen Kulturen zu fördern.

4. Erleben unterschiedlicher Alltagskulturen

Um das Wissen und das Verständnis für die unterschiedlichen religiösen und kulturellen Lebenswelten zu fördern, sollen für Schulen, Jugendfreizeit-einrichtungen, oder interessierte Menschen verschiedene „Kiez-Kultouren“ z.B. zu Moscheen und Kirchen, zu arabischen und türkischen Vereinen und Unternehmen organisiert werden.

5. Interkulturelle Konfliktvermittlung

Bei interkulturellen Konflikten im Sozialraum können die ProjektmitarbeiterInnen zwischen Jugendlichen, Nachbarn, Anwohnern und Gewerbetreibenden unterschiedlicher Herkunft vermitteln. Durch die Initiierung von kommunikativen Arrangements können nicht nur Konfliktsituationen im Sozialraum moderiert und entschärft sondern teilweise auch eingeschliffene Wahrnehmungs- Einstellungs- und Verhaltensmuster punktuell abgebaut werden.

Weitere Infos finden Sie hier

„Orientexpress “Dialog zwischen den Kulturen

GskA gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit mbH
Tucholskystr. 11
10117 Berlin

gska@sozkult.de
www.orientexpress-berlin.de

Themen

Integration
Interkulturelle Kompetenz
Konfliktmanagment

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