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Miteinander kämpfen statt gegeneinander spielen

Miteinander kämpfen statt gegeneinander spielen: Gewaltprävention durch Judosport 

Ein Projekt des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes für Schüler/-innen der dritten bis sechsten Klasse.


Auf Gewalt kann aus pädagogischer Sicht auf zwei verschiedene Arten reagiert werden:
präventiv und intervenierend. Gewaltprävention umfasst Maßnahmen, die zukünftige Gewalt oder
Aggressionshandlungen verhindern oder mindern sollen. Schülerbezogene Programme
zielen darauf ab, durch soziales Lernen direkt auf die Verhaltensdispositionen und sozialen
Kompetenzen der Schüler einzuwirken. Genau darauf konzentriert sich unser Angebot an Lehrerinnen und Lehrer für deren Schüler/-innen.

Wir sind der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband e.V. (NWJV) – mit Sitz in Duisburg – für unsere mehr als 55.000 Mitglieder in rund 560 Vereinen und Abteilungen im gemeinnützig organisierten Sport tätig. Judo (japanisch) bedeutet wörtlich übersetzt „sanfter Weg“. Der dynamische Zweikampfsport basiert auf dem Grundsatz „Siegen durch Nachgeben“. Judo, die ganzheitliche Lehre für Körper und Geist, wird in über 180 Ländern praktiziert und ist damit die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt.

Die Lehrpläne für das Fach Sport des Landes Nordrhein Westfalen bieten verschiedene Möglichkeiten, Gewaltprävention umzusetzen. So sollen die Schüler/-innen im Inhaltsbereich 9 ´Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport´ lernen, sich in der Situation des Kräftemessens fair und verantwortungsbewusst zu verhalten. Sie erfahren unmittelbaren Körperkontakt mit ihren Mitschülern wie Mitschülerinnen und können so eine „besondere Vertrautheit schaffen“. Durch Zweier- oder Gruppenkämpfe erleben die Heranwachsenden die Bedeutung des Miteinanders im Gegeneinander. Sie erkennen, dass sie Emotionen wie Aggressionen, Angst und Frustration beherrschen müssen, um das Gegenüber nicht zu verletzen. Judo wird dazu als normierte Kampfsportart vorgeschlagen (vgl. Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 2001:46). Das Spektrum dieses Inhaltsbereichs ist ebenso vielfältig wie unser Angebot: Neben Ring- und Kampfspielen ohne direkten Körperkontakt wie beispielsweise das Tauziehen werden auch Einheiten mit Körperkontakt am Boden oder im Stand – Sitz-, Ringkämpfe, Zieh- und Schiebespiele, Gleichgewichtskämpfe etc. –, sowie Einheiten zur Krafterprobung pädagogisch aufbereitet. Der Fokus unseres Konzeptes liegt auf der Gewaltprävention durch Judosport. Daher beinhaltet es folgende Aspekte:

Es ist gewaltpräventiv.
Schüler/-innen lernen – angeleitet von ausgebildeten Gewaltpräventionstrainern und – Experten – sich an festen Regeln und Normen zu orientieren, Aggressionen sinnvoll einzusetzen und in spürbar gelenkte und sichere Bahnen zu kanalisieren. Das Selbstwertgefühl steigt und verleiht dadurch innere Sicherheit und Zufriedenheit. Dadurch entsteht u. a. weniger Konfliktbedarf.

Es ist integrativ.
Weil Schulklassen sich auf andere Art und Weise neu kennenlernen können. Es wird eine
Begegnung über den Schulalltag und die üblichen Umgangsformen hinaus ermöglicht. Zudem
werden im Judo grundlegende Fähigkeiten für eine inklusive Gesellschaft vorgelebt und
erlernt.

Es ist Judo.
Judo ist eine Kampfsportart, die in ständigem, oft engem Körperkontakt stattfindet. Die Fähigkeit,
in Auseinandersetzung Kontakt zu halten oder sich in achtsamem Kontakt auseinanderzusetzen,
kann im (interkulturellen) Miteinander als eine Schlüsselqualifikation angesehen werden. Auch hier geht es oft darum, umeinander zu ringen und miteinander statt gegeneinander zu kämpfen.
Judo bietet DIE Möglichkeit zur gewaltpräventiven Arbeit nicht zuletzt auch, weil ein neues Regelsystem, Werte und Rituale sowie Begegnungsmöglichkeiten anderer Art die kindliche wie jugendliche Entwicklung positiv beeinflussen. Sie lernen Vereins- und Freizeitmöglichkeiten kennen, abstrakte Begriffe wie „Fairness“ und „Respekt“ füllen sich mit Leben.


Unser Konzept (Preis auf Anfrage) ist variabel aufgebaut und kann daher sowohl für einen Projekttag (4h von 8-13 Uhr abzgl. der Pausen) als auch für ein 6-Wochen-Projekt (6x2h) ausgelegt werden. Mit dabei sind jeweils zwei zertifizierte Judotrainer und ein Materialienpaket für Ihre Schüler/-innen.


Interesse oder Fragen?
Rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns. Wir freuen uns darauf!
Nordrhein-Westfälischer Judo-Verband e.V.
Bianca Klug
Friedrich-Alfred-Str. 25
47055 Duisburg
Telefon: 0203 7381-625, Fax: -624

Miteinander kämpfen statt gegeneinander spielen

Nordrhein-Westfälischer Judo-Verband e.V.
Friedrich-Alfred-Str. 25
47055 Duisburg

bianca.klug@nwjv.de
www.nwjv.de

Themen

Sport

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