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Faustlos statt kopflos

Gemeinsam mit den zehn BVJ- Klassen unserer Schule werden wir zwei Unterrichtsblöcke zur Einführung in die Gewaltthematik durchführen. Hierbei geht es vorrangig um die Fragestellungen: Was ist Gewalt? Was unterscheidet Gewalt von Aggression?

Zur Erörterung und Visualisierung dieser Fragen nutzen wir Bilder, welche Gewalthandlungen, eventuelle Gewalthandlungen und andere Situation / Handlungen abbilden. Mithilfe dieser Methode und der daraus resultierenden Diskussion wird deutlich, dass es unterschiedliche Formen von Gewalt gibt. Um physische, psychische und verbale Gewalt differenziert betrachten zu können, wird der „Heiße Stuhl“ eingesetzt. Dabei können die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie man sich als Täter, Opfer und Zuschauer fühlt bzw. wie sich die unterschiedlichen Arten von Gewalt in jeweiliger Rolle anfühlen.

Überraschend ist, dass kein Schüler die Täterrolle, bei der man mal so richtig beleidigen darf, einnehmen will. Hingegen sich freiwillige Opfer leicht finden.
Schwierig ist auch innerhalb dieses Rollenspieles ernsthaft zu bleiben. Da die Schülerinnen und Schüler, welche die Täter- Opfer Position einnehmen, oft befreundet sind.
Eine assoziative Ideensammlung auf Metaplankarten zu Fragen, wie: „Was macht einen Täter aus? Was hat ein Opfer an sich? Wie verhalten sich Zuschauer? sollen die Schülerinnen und Schüler auffordern, über die Eigenschaften und Motivation von Tätern, Opfern und Zuschauern nachzudenken.
Im Anschluss an die theoretischen Betrachtungen besuchen wir Institutionen, welche sich mit dem Thema Gewalt auf unterschiedlichste Weise beschäftigen, z. B. das zentrale Polizeigewahrsam, das Jugendhaus, TRIADE Täterberatungsstelle, die Opferberatungsstelle der RAA Leipzig und die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt.
Sehr eindrucksvoll waren die Ausnüchterungszelle und die Gruppenzelle der Polizei in der Dimitroffstraße, Leipzig.
Viele Schüler haben bereits Erfahrung mit Gewalt gesammelt, sowohl als Täter, Opfer oder auch Zuschauer. Um diese zunehmende Problematik zu bearbeiten und das Ausmaß von eigenen Straftaten, wie Körperverletzung, Diebstahl oder Sachbeschädigung zu verdeutlichen, fahren wir am 23.05.11 mit drei BVJ- Klassen in die JSA Regis Breitingen. Wir werden eine Führung erhalten, eine Präsentation sehen und die Möglichkeit bekommen mit Insassen zu sprechen.
Die verschiedenen Projektbausteine vermittelten den  Schülern des BVJ´s einen guten Überblick zu den einzelnen Aspekten des Themas.

Teilnehmende Klassen: 10 Klassen

Faustlos statt kopflos

BSZ 12 "Robert Blum"
Komarowstraße 2
4357 Leipzig

soz.arbeitbsz12@yahoo.de
www.bsz12leipzig.de

Themen

Gewaltprävention
Sozialkompetenz
Streitschlichtung

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