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"Dreist!" - Theater im Bus

Frei aufzuwachsen: Dieses Glück wünschen wir allen Kindern. Und wir sind sicher, dass jeder Mensch zu seinem Glück beitragen kann - wenn er stark ist und sich selbst vertraut. Auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben wollen wir Kinder unterstützen: Deshalb gründeten wir 1994 die theaterpädagogische werkstatt. Unsere Vision war und ist es, Kindern Strategien zur Lebensbewältigung an die Hand zu geben. Und unsere Mittel sind die des Theaters. Dafür haben wir eine interaktive Arbeitsweise entwickelt, mit der wir unsere jungen Zuschauer ermutigen, eigene Lösungswege zu finden.

So hat es sich bewährt und so ist es bis heute geblieben. Nur unser Themenspektrum haben wir mittlerweile erweitert. Auch Drogenkonsum, häusliche, schulische und rechte Gewalt sind Angriffe auf die persönliche Freiheit, denen starke Kinder besser standhalten können. Wir haben deshalb Programme mit diesen Schwerpunkten entwickelt. Und wir bleiben am Ball. Denn die theaterpädagogische werkstatt ist für uns mehr als ein funktionierendes Unternehmen. Sie ist ein fortwährender Prozess - und unsere liebste Herausforderung.

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel in Deutschland hat Pöbeleien, Gewalt und Schlägereien erlebt. Doch viele fühlen sich mit der Bedrohung und Einschüchterung alleingelassen, die meisten schweigen darüber. Andere berichten, dass keiner der Anwesenden wagte, etwas gegen den Aggressor zu sagen oder zu tun. "Welche Chancen habe ich gegen jemanden, der bereit ist, einen anderen zu nötigen oder mit aggressivem Verhalten zu konfrontieren?" Zivilcourage ist gefragt! Doch welchen Handlungsspielraum hat der Einzelne in einer bedrohlichen Situation? "Wie kann ich deeskalierend eingreifen, ohne mich selbst zu gefährden?" Hier setzt das Busprojekt "Dreist!" an.

"Dreist!" konfrontiert Jugendliche mit alltäglichen Gewaltsituationen. Wir greifen dabei auf die Methode des Forumtheaters zurück und zeigen Möglichkeiten auf, wie sich Menschen in Konfliktsituationen anders verhalten können. Manchmal braucht es nur wenig, um eine Situation zu deeskalieren.

Zwei Theaterpädagogen spielen Szenen in einem Bus, die durch einen Musiker eingeläutet und beendet werden. So wird deutlich: "Wir machen hier Theater - mit euch!". Denn nach Beendigung des Spiels werden die Zuschauer aufgefordert mitzumachen, zu diskutieren, um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu finden. Die Spielszenen werden wiederholt und alle SchülerInnen haben jetzt die Möglichkeit, spontan in das Geschehen einzugreifen, um verschiedene Handlungsalternativen auszuprobieren.

Mit "Dreist!" möchten wir Zivilcourage unterstützen, indem wir gemeinsam Strategien zu Konfliktlösung entwickeln. Wir setzten dabei auf das Lernen und die Lösungsfindung in der Gruppe. "Andere Anwesende konkret ansprechen und zusammen handeln!" sind ein Mittel, um gemeinsam und ohne Selbstgefährdung auf Gewalt zu reagieren. Auch die Bedeutung passiver Zuschauer und anfeuernder Beteiligter wird aufgezeigt. Über das Spiel entsteht eine intensive Auseinandersetzung mit persönlichen und gesellschaftlichen Themen und schafft bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für mehr Solidarität und größere Hilfsbereitschaft.

Weitere Infos finden Sie hier

theaterpädagogische werkstatt gGmbH
Lange Str. 15/17
49080 Osnabrück

kontakt@tpw-osnabrueck.de
www.theaterpaed-werkstatt.de

Themen

Gewaltprävention
Theater

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