Gefördert durch

Anti-Bias an Schulen

Der bewusste Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierung

Der englische Begriff "Bias" bedeutet Schieflage, Einseitigkeit, Voreingenommenheit oder auch Vorurteil. Anti-Bias meint vorurteilsbewusst, nicht-diskriminierend. Anti-Bias-Arbeit zielt darauf, bestehende Schieflagen/Einseitigkeiten ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierung abzubauen. Das Training basiert auf Methoden, die in der US-amerikanischen und südafrikanischen Anti-Rassismus/Diskriminierungsarbeit eingesetzt werden, aber auch im deutschen Kontext erprobt wurden. Im Mittelpunkt steht die intensive, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Strukturen und befähigt in den Institutionen Rassismus, Sexismus und alle anderen Formen der Unterdrückung transparent zu machen und zu verändern. Dieser Ansatz wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung und hinterfragt gewohnte Handlungen und Erklärungsmuster. Die Anti-Bias Arbeit fußt auf der Überzeugung, dass jeder Mensch Erfahrungen als DiskriminerendeR und als DiskriminierteR gesammelt hat. Es wird davon ausgegangen, dass Vorurteile erlernt wurden und in gesellschaftlichen Strukturen institutionalisiert sind. Daher können sie auch wieder verlernt und als institutionalisierte Ideologie hinterfragt und verworfen werden. Im Mittelpunkt steht die intensive, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Strukturen. Das Training hat den Charakter eines Einführungsseminars. Die Analyse und praktische Arbeit der Trainings setzt bei den persönlichen, zwischenmenschlichen Erfahrungen der Teilnehmenden an und zeigt im Weiteren die Verflechtung von Individuum und gesellschaftlichen diskriminierenden Strukturen auf.

Transfer auf die Schule

Folgende Sozial- und Selbstkompetenzen sollen bei den Teilnehmenden entwickelt und gefördert werden: Das Verständnis für Unterschiede und unterschiedliche Kulturen, die Akzeptanz anderer Kulturen, Umgang mit Diskriminierung, die Fähigkeit, sich in andere kulturelle Bräuche oder Verhaltensweisen hineinzuversetzen, Wertschätzung für andere, Verständnis und Umgang mit Vorurteilen, das Bewusstsein der eigenen Kultur, der wertfreie Umgang mit Andersartigkeit/Vielfalt und die Eigenverantwortung für das eigene Handeln. Insgesamt soll über den konstruktiven Umgang mit Konflikten ein konstruktiver Umgang mit Unterschieden erlernt werden und die gemeinsamen Erlebnisse innerhalb der Projekttage sollen die Gemeinschaft (Verbundenheit miteinander) stärken. Ein Schulentwicklungsprozess soll mit dem ersten Schuljahr eingeleitet werden. Dieser wird von der Projektgruppe begleitet und in das nächste Schuljahr und in die Gremien der Schule überführt, wie auch nach außen in eine regionale Öffentlichkeit getragen.

Anti-Bias an Schulen

Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V.
An der Alster 40
20099 Hamburg

info@ikm-hamburg.de
www.ikm-hamburg.de

Themen

Integration
Interkulturelle Kompetenz
Sozialkompetenz
Toleranz

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