Gefördert durch

Anti-Aggressions-Projekt

Das Projekt heißt an unserer Schule "Alternatives Verhaltenstraining" (AVT)
Es werden der Trainingsgruppe Schüler zugewiesen. Dies geschieht im Rahmen der Anwendung von Ordnungsmaßnahmen gemäß § 53 (8) Schulgesetz NRW - vom 15.02.2005.
Voraussetzung zur Übernahme eines Schülers in eine Trainingsgruppe ist jedoch die kognitive und persönliche Eignung zum Training.
Die Probleme der Schüler ergeben sich aus dem Verhalten im Schulalltag, was nicht nur Gewaltprobleme sind, sondern auch Auffälligkeiten im sozialen Miteinander. Das Konzept hier zu erläutern würde ein wenig den Rahmen sprengen. Abgeleitet habe ich mein Trainingskonzept von dem Konzept des Anti-Gewalt-Trainings (AGT). AVT beinhaltet jedoch nicht die starke Konfrontation des AGT und unterscheidet sich auch in den zentralen Trainingseinheiten, da es sich an unserer Schule in der Regel nicht um mehrfach auffällige Gewalttäter handelt. Das Projekt unterstützt ein prosoziales Miteinander an der Schule.
Den Teilnehmern des Trainings ermöglicht es, ein alternatives Verhalten  zu entwickeln.
Innerhalb des AVT werden die Probleme aus dem privaten Bereich im wesentlichen ausgeklammert. Für diese stehe ich in meinen Beratungsstunden gerne zur Verfügung.
Die Idee zu AVT entsprang aus meiner Ausbildung zum Anti-Gewalt-Trainer. Ich habe versucht, diese Erfahrungen auf unseren Schulalltag zu übertragen und ein passendes Konzept zu entwickeln. Die betroffenen Schüler reagieren positiv auf das Training. Sie opfern viel Zeit in den Trainingseinheiten, sind aber auch mit Recht stolz auf das was sie erreichen.
Das AVT steht für alle Schüler der Sek I offen. Es werden bisher nur Jungen trainiert. Eine Mädchengruppe zu betreuen wäre sicher interessant, aber man muss dann sicher über einen weiblichen CO-Trainer nachdenken. Gemischtgeschlechtliche Gruppen sind aus pädagogischen und psychologischen Gründen nicht praktikabel. Ich suche mir nicht die Schüler aus, sie werden mir zugewiesen, jedoch mit dem Vorbehalt. Sie nicht in eine Gruppe aufzunehmen wenn oben genannte Gründe vorliegen oder die Gruppendynamik zu sehr durch einen Teilnehmer gestört würde. Was mache ich im AVT?   --  Wir trainieren gemeinsam Alternativen zu den gewohnten Verhaltensmustern. Klingt einfach, ist es aber nicht. Für die Teilnehmer bedeutet es zu erkennen, dass ihr bisheriges Verhalten durch ein anderes ersetzt werden kann ohne uncool zu werden. Cool sein ohne Aggression. Mit erhobenem Haupt aus einer für sie bedrückenden Situation herausgehen können ohne andere zu schädigen. Prosoziales Verhalten ersetzt unsoziales Verhalten und wird von den Betroffenen positiv erfahren. Den Trainingsteilnehmern muss ihr Verhalten verdeutlicht werden. Sie lernen die Perspektive derer einzunehmen, die bisher von ihnen geschädigt wurden. Hierdurch entwickeln sie Empathie und können ihr eigenes Verhalten neu bewerten bzw. durch ein anderes erfolgreicheres Verhalten ersetzt werden. Was wir im Detail dort besprechen, bleibt jedoch im Kreis der Trainingsteilnehmer und wird nicht nach außen getragen, denn Vertrauen ist eine der Grundvoraussetzungen für das Training. Trotz der Auflage der  Ordnungsmaßnahme beruht das Training auf der Freiwilligkeit der Teilnehmer. Jeder kann den Trainingskurs jederzeit abbrechen, eine Rückkehr in das Training ist dann jedoch nicht mehr möglich. Ebenso kann jeder, der die Trainingsregeln bricht, aus dem Kurs verwiesen werden. Wer das Training erfolgreich durchläuft, kann jedoch mit Recht auf seine Leistung stolz sein.

Anti-Aggressions-Projekt

Realschule Herzogenrath
Pestalozzistraße
52134 Herzogenrath

160866@schule.nrw.de
realschule.herzogenrath.de

Themen

Anti Aggressions- / Verhaltenstraining
Gewaltprävention
Konfliktmanagment
Streitschlichtung

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