Gefördert durch

Nachhaltige, erfolgreiche Gewaltprävention und Integration werden in Bielefeld, Brackwede, groß geschrieben. Das hat der vierte Gewaltpräventions- und Integrations-Workshop im Rahmen der Aktion „Gewalt verhindern – Integration fördern“ besonders deutlich gemacht, als sich am 17. und 18. September zahlreiche Vertreter von Schulen, Wissenschaft, Politik und Jugendhilfe, Eltern und Vereine im Bezirksamt Brackwede versammelten, um mit viel Engagement und Elan über effektive Maßnahmen vor Ort zu diskutieren.

Unterstützt wurde die Zeitbild-Stiftung bei der Organisation und Durchführung des Workshops durch Herrn Prof. Dr. Ziegler von der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld. Auch in politischen Kreisen stieß die Veranstaltung auf reges Interesse. Die Bezirksbürgermeisterin von Brackwede und Landtagsabgeordnete, Frau Regina Kopp-Herr, begrüßte die Initiative und hob hervor, wie wichtig für die Kinder und Jugendlichen die Zusammenarbeit verschiedener Partner im Bereich Gewaltprävention und Integration ist.

Am Workshop nahmen des Weiteren Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und Eltern der Vogelruthschule und Frölenbergschule teil. Vertreten waren außerdem Akteure aus dem Bielefelder Jugend- und Integrationsamt sowie dem Schuldezernat, dem Verein BellZett und dem Verein zur Förderung der Ideen Atatürks. Während der eineinhalbtägigen Veranstaltung wurden Good-Practice-Beispiele aus der ersten Aktionsrunde vorgestellt und die Möglichkeit ihrer Weiterentwicklung und Einbettung vor Ort diskutiert.

Professor Ziegler regte mit einem Inputreferat zum Thema „Wirksame Maßnahmen der pädagogischen Prävention“ eine kritische Auseinandersetzung hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Programmen der Gewalt- und Kriminalprävention an. Er wies insbesondere darauf hin, dass Programme, die sich mehreren Problembereichen gleichzeitig widmen, langfristig angelegt sind und stärker verschiedene Personengruppen bei der Entwicklung und Implementierung von Maßnahmen einbeziehen, bisher die positivsten Effekte zeigen.

Vor diesem Hintergrund fand anschließend ein reger Meinungsaustausch über bestehende Gewaltpräventions- und Integrationsprojekte sowie über den Bedarf für lokale und regionale Projekte statt. Der zweite Workshop-Tag knüpfte nahtlos an diese Diskussion an und führte zur Herausarbeitung mehrerer Projektideen und Kooperationsmöglichkeiten vor Ort. Außerdem wurden die Aktions-Unterrichtsmaterialien zur Sensibilisierung für die Themen Gewalt und Integration vorgestellt. Dabei konnten zahlreiche Vorschläge und Anregungen für die Weiterentwicklung hin zu Online-Lernkursen gesammelt werden.

Der abschließende fünfte Gewaltpräventions- und Integrations-Workshop der zweiten Aktionsphase von „Gewalt verhindern – Integration fördern“ findet vom 27. bis 28. September 2012 in Albstadt, Baden-Württemberg, statt.